Der Mut zur Kündigung

Seit Anfang des Jahres habe ich schon darüber nachgedacht. Mein Konto schrie sogar danach, dass ich endlich kündigen sollte. Aber es blieb eben noch die Hoffnung, dass alles irgendwie wieder besser werden würde. Dass ich wieder gebraucht werde. Aber das blieb leider über die letzten Monate aus.

Heute ist der Knoten geplatzt

Irgendwie fühlte es sich einfach richtig an jetzt den Knopf zu drücken und die Kündigung abzuschicken, die schon so lange auf meinem Desktop lag. Ich habe nicht mal lange darüber nachgedacht. Es war ein Gefühl und es war das Richtige. Selbst mein Freund sagt, dass ich erleichtert wirken würde. Und das obwohl eben jetzt die Sucherei losgeht und definitiv kein Geld auf das Konto kommt. Naja was heißt definitiv nicht… solange eben keine Aufträge reinkommen.

Und trotz der Unsicherheit, die momentan finanziell im Raum steht, bin ich happy. Ernsthaft. Ich hätte nicht erwartet, dass das Abschicken der Kündigung so befreiend sein würde. Das sagt aber auch viel darüber aus, wie es mir damit ging.

Wie geht’s weiter?

Hatte ich erwähnt, dass ich den Antrag auf das Kleingewerbe hier noch liegen habe? Auch der ist ausgefüllt und wird jetzt abgeschickt. Denn ich habe nichts mehr zu verlieren – ganz im Gegenteil! Nur ganz viel zu gewinnen und wenn es eben doch nur Erfahrung sein sollte.

Schluss damit sich selbst Steine in den Weg zu legen und auf etwas zu hoffen. Ich nehme die Zügel wieder selbst in die Hand und ergreife die Initiative. Bewerbungen auf Teilzeitstellen laufen gerade auch. Denn vollkommene Selbstständigkeit möchte ich nicht – das hatte ich auch am Anfang schon einmal erwähnt.

Ich mag die Arbeit in einem Unternehmen oder einer Agentur. Ich mag die Zusammenarbeit und liebenswerte Arbeitskollegen. Das alles hätte ich für mich selbst hier nicht und das ist auf Dauer irgendwie nicht meins. Aber ich mag die Vorstellung Aufträge annehmen zu können, wenn ich das möchte und nicht, weil ich es finanziell muss.

Jetzt nehme ich mir meinen Kaffee, setze mich hin und nicke mir selbst mit einem Lächeln zu. Gut gemacht Mädel. Gut gemacht.

2 Comments to “Der Mut zur Kündigung”

  1. Ingo

    Hallo mein „Stieftöchterchen“ eine sehr gute und weise Entscheidung die du da getroffen hast. Wir sind sehr stolz auf dich, mach weiter so. Wir hoffen auf eine Arbeitsstelle und viele Aufträge die dir Spaß machen. Lass deiner angeborenen Kreativität freien Lauf und gestalte deine Arbeiten mit einer persönlichen Note von dir. Bei deinen Entwürfen der Flaschen hast du schon eine Menge deines Könnens gezeigt. Weiter so, wir stehen hinter dir. Wir haben dich lieb. LG Mama Renate und Ingo 🙂

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