Die Sache mit der kreativen Arbeit

Es klingt immer so einfach, wenn man sich vornimmt regelmäßig etwas zu tun. Es klingt auch immer einfach, wenn man sich vorstellt, dass man von zuhause aus arbeiten könnte. Ist es aber leider alles gar nicht mal.

Für mich hat sich in den letzten Monaten herausgestellt, dass es mir zwar nicht an Ideen mangelt, dann aber irgendwie doch oft an der Motivation. Das gilt aber nicht nur für das kreative Arbeiten. Ich wollte gestern zum Beispiel endlich mal meinen dawanda-Shop aufmachen. Und habe es letztendlich gelassen, weil ich gezwungen war mich mit AGBs und Datenschutzrichtlinien, die ich selbst vorgeben müsste, auseinanderzusetzen. Eine Weile habe ich mich zwar hingesetzt und habe mich schlau gemacht, dann war ich aber auch wieder nicht gewillt monatlich rund 10 Euro auszugeben, damit mir ein Anwalt online automatisch etwas gültiges generiert. Auch wenn bei Fehlern diese dann haften und nicht ich. Ich will das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann es mir nicht erlauben diese 10 Euro auszugeben. Erst recht nicht im Moment.

Momentan ist es so, dass ich in der Agentur kaum bis gar nicht gebraucht werde. So kam es jetzt auch nach langer Zeit mal wieder dazu, dass ich meine Versicherung nicht bezahlen konnte. Das Gefühl ist einfach scheiße, sind wir doch mal ehrlich. Keiner von uns sitzt gerne in den Miesen. Man möchte seine Kosten gedeckt wissen und das ist gerade absolut nicht der Fall. Man sollte meinen, dass man in diesen Situationen dann erst recht motiviert wäre seine Sachen endlich mal an den Mann zu bringen. Ähm. Ja. Nein. Jein. An einigen Tagen ja. An vielen anderen eher nein. Man malt sich viel im Kopf aus mit dem man das Geld verdienen könnte, die sich auch theoretisch gut verkaufen könnten.
Theorie und Praxis – diese beiden passen manchmal einfach nicht übereinander. Besonders dann nicht, wenn man sich selbst im Weg steht und sich dabei auch noch gehörig auf den Keks geht. Netflix ist dann auch nicht hilfreich, wenn man sich dann doch wieder niedergeschlagen auf die Couch verkrümelt.

Nun – ich habe zumindest schonmal eine Anfrage zu den Preisen an die Druckerei in der Nähe geschickt. Davon würden meine Preiskalkulationen für die angebotenen Sachen im Shop abhängen. Dann muss ich mich noch mit dem AGB- und Datenschutzkram auseinandersetzen. Und dann? Ja dann würde es eigentlich nur noch von den Menschen abhängen, die vielleicht meine Sachen toll finden, dass sie gekauft werden. Und das ist ein ziemlich großes WENN. Verlassen kann ich mich nicht darauf und es wird sicher eine ganze Weile dauern, bis ich überhaupt irgendwas davon verkaufen würde. Aber ich sollte es machen. Wirklich. Ich will ja auch.

Und ich habe andere Bewerbungen für Teilzeitstellen laufen. Denn so geht es momentan nicht weiter. Ich mag nicht jeden Monat mit Bauchschmerzen vor meinem Konto sitzen und wissen, dass die Lastschriften wieder zurück gehen und das obwohl ich nicht mal hohe Kosten hätte. Also drückt mir die Daumen, dass das was wird und ich dadurch auch wieder mehr Motivation für meine eigenen kleinen Vorhaben finde!

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